Stadtentwicklung

Stadtentwicklung

Historiker machen die Anfänge einer geordneten Stadtentwicklung bereits im Altertum aus. Städte des alten Ägyptens weisen beispielsweise geordnete Strukturen auf, die eine gewisse Planung erforderten. Diese Planungen wurde im Laufe der Zeit immer komplexer. In Europa traten mit dem Aufstieg des Römischen Reiches erstmals Städte in großer Zahl auf. Diese waren bereits sehr durchdacht und einer strengen Planung unterworfen, ohne die eine solch komplexe Infrastruktur wie die der römischen Städte kaum denkbar wäre.

In der Bundesrepublik Deutschland lässt sich die Stadtentwicklung nach 1945 in drei unterschiedliche Phasen einteilen:

1945 – 1960:
Das Wirtschaftswunder und die Entbehrungen des Krieges weckten in der Bevölkerung das Bedürfnis nach erhöhter Lebensqualität. Diese wurde in den Städten erwartet, da diese eine bessere Versorgung und Infrastruktur sowie mehr Arbeitsplätze bieten konnten. So kam es zu einer Urbanisierung.

1960 – 1970:
Durch die Verbreitung des Automobils und die damit einhergehende steigende Mobilität der Bevölkerung ist es nun nicht mehr notwendig direkt in der Stadt zu leben, um an ihren Vorzügen teilzuhaben. Gleichzeitig wächst auch der Platzanspruch des Mittelstands, der nun im Umland der Städte seine neue Heimat findet. Es kommt also zu einer Abwanderung der Stadtbevölkerung ins nähere Umland. Zu einer Suburbanisierung.

1970 – heute:
Um die sogenannte Kernstadt finden sich heute Verdichtungsräume, im allgemeinen Sprachgebrauch auch Speckgürtel genannt. Aus diesen Umlandgemeinden strömen eine große Zahl von Pendlern tagtäglich in die Stadt. In den kleineren Gemeinden selbst findet sich häufig nur eine mangelhafte Infrastruktur. Da der Kernstadt nun die Steuereinnahmen der abgewanderten Bevölkerung fehlen kommt es häufig zur Eingemeindung der Umlandgemeinden.