Stadtentwicklung

Stadtentwicklung

Städte wachsen. Seit einiger Zeit leben auf der Erde mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Megacitys entstehen und Wissenschaftler gehen davon aus, dass bereits 2050 Städte mit bis zu 100 Millionen Einwohnern möglich sind. Schon jetzt nähern sich einige Städte der 50 Millionen Grenze.
Doch auch außerhalb der großen Städte mit Einwohnerzahlen von mehreren Millionen läuft es keineswegs konstant und linear ab.

Kleine Dörfer verlieren durch den Wegzug von jungen Leuten ihre Infrastruktur und jede Stadt merkt mittlerweile, dass der Standortwettbewerb schon lange auch in den Gemeinden angekommen ist. In einer Gesellschaft, die so vom Wandel und der Veränderung geprägt ist, bleiben auch Städte und Gemeinden nicht konstant.

Was bedeutet Stadtentwicklung?

Auf diese Veränderungen zu reagieren ist die Aufgabe von Stadtentwicklung. Mit dem Begriff der Stadtentwicklung wird also nicht der Prozess der unintendierten Veränderung selbst beschrieben, sondern die bewusste Planung und die aus dem Prozess der Planung entspringenden, intendierten Veränderungen. Somit ist nicht jeder Wechsel im Erscheinungsbild der Stadt unter dem Begriff Stadtentwicklung zu verstehen, sondern nur die bewusst geplante, also zielgerichtete Veränderung durch Intervention oder Initiierung. Dabei konzentriert man sich aber nicht primär auf die bauliche Entwicklung der Stadt. Diese ist nur ein Teil der Stadtentwicklung, der meist erst am Ende einer langen Kette steht. Vielmehr muss die gesellschaftliche, kulturelle, ökologische und wirtschaftliche Entwicklung in das Konzept mit einbezogen werden. Stadtentwicklung befasst sich also mit einer Gesamtentwicklung, die über die Architektur hinausgeht.